Kleine Schritte, große Reise

 

Manches Mal wird aus etwas scheinbar Kleinem etwas ganz Großes. So groß, dass es Dir über den Kopf zu wachsen droht und Du Dir im Gegensatz dazu ganz klein vorkommst, zu klein, um etwas zu erreichen. 

 

Dazu bedarf es nur wenig: ein paar Gedanken, ein komisches Gefühl, ein Kommentar, Müdigkeit, das Wetter. Und schon scheint alles zu kippen. Was bisher noch lief, gerät ins Stocken; was sicher schien, wird fragwürdig. 

 

Kommt Dir das so oder so ähnlich bekannt vor?

 

Dann interessiert Dich bestimmt, wie Du damit umgehen kannst. Hier sind ein paar bildliche Möglichkeiten:

 

Was machst Du, wenn Du auf absehbare Zeit steil bergauf radelst? Schaltest Du hoch und radelst Du so schnell wie Du kannst oder schaltest Du einen Gang runter und teilst Du Dir Deine Kräfte gut ein?

 

Was machst Du, wenn Dir eine Wand den Weg versperrt? Läufst Du in die entgegengesetzte Richtung, nimmst Du (immer wieder von neuem) Anlauf, um durch die Wand zu laufen, bis Du endlich einen „Durchbruch“ hast oder suchst Du einen anderen Weg?

 

Was machst Du, wenn es (Dir) irgendwo, mit irgendwas oder irgendwem stinkt? Bleibst Du eisern sitzen und machst weiter (weil man das so macht) oder wechselst Du den Ort, die Tätigkeit, die Begleitung?

 

Ich hoffe, Du fühlst Dich ein bisschen ertappt, hältst es aber eigentlich für sinnvoll, runterzuschalten, Deine Kräfte gut einzuteilen und bessere Wege und Möglichkeiten zu suchen. 

 

 

Wieso gelingt das eigentlich Hilfreiche nicht immer?

 

Häufig fokussieren wir in solchen Situationen stark auf das gegenwärtige Problem und die dadurch ausgelösten Gefühle (Problemtrance) und verlieren darüber das Große und Ganze aus den Augen.

 

In anderen Worten, Du siehst nur noch die nächsten Schritte und vergisst, dass Du auf einer Reise bist. Diese Reise besteht aus Milliarden von kleinen Schritten und jeder dieser Schritte ist für sich genommen nichts weiter als das: ein kleiner Schritt. Doch alle kleinen Schritte zusammengenommen ergeben die Reise. 

 

Von dieser Warte aus betrachtet, ist es völlig unerheblich, ob ein Schritt perfekt oder besonders groß und beeindruckend ist (und ob ihn jemand gesehen und Dich dafür gelobt hat), ob Du schnell läufst oder dauernd „Durchbrüche“ hast. Und auch immer geradlinig unterwegs zu sein, nirgends länger zu verweilen, um die Aussicht, Gegend oder das ausgezeichnete Essen zu genießen oder sich nie zu verlaufen wird überaus unattraktiv.

 

Wenn Du Dich zu sehr auf einzelne Schritte konzentrierst, hast Du Deinen Blick gesenkt, selbst kleine Steinchen werden zu Hindernissen, Du wirst zögerlich und verlierst den größeren Sinn, die Reise, mit all ihren Wundern aus dem Blick. Oder Du hastest wie verrückt von Stöckchen zu Steinchen, bis Du Dich erschöpft irgendwo niederlässt. Eventuell brichst Du Deine Reise gar ganz ab.

 

Wenn es Dir aber um Deine Reise geht, kannst Du in Ruhe runterschalten, Dir Deine Kraft einteilen und in Deiner Zeit die steilsten Berge erklimmen, einfach in den Tälern oder am Meer bleiben oder andere, stimmigere Wege, Orte, Tätigkeiten und Begleitung suchen.

 

Halte Dich nicht mit Schritten auf. Feier Deine Reise. 

 

Kleine Schritte. Große Reise. 

 

Deine Schritte. Deine Reise.

Wenn Du tiefer eintauchen möchtest...

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